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Der Ideenplanet – Ein Mythos erwacht von Neuem
geschrieben von Chefredakteur | Kategorie(n): OGame
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Seit nun mehr als vier Jahren existiert der Ideenplanet, welcher stets darin bestrebt war, OGame weiter zu entwickeln und ansprechender zu gestalten. Nicht selten kam es hierbei zu Konflikten mit der Projektleitung aus Karlsruhe, da oftmals grundlegende Informationen fehlten. Mit der Einführung der Offiziere in den deutschen Universen zog der Ideenplanet, wie angekündigt, einen Schlussstrich und stellte die Arbeit ein. Nun, etwa drei Monate später, erstrahlt der Ideenplanet in einem neuen Licht. Die Community ist gespalten und die Meinungen gehen auseiander. Wir wollten die Gelegenheit nicht ungenutzt lassen und baten Menkarlina, welcher seit Beginn des Ideenplaneten diesen auch betreute, zum Gespräch. Seine Meinungen und Ansicht zu den verschiedensten Dingen, die OGame und den Ideenplaneten betreffen, findet Ihr im nachfolgenden Interview. GamesVZ: Erst einmal vielen Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst. Menkarlina: Ich nehme mir für viel zu viele unwichtige Dinge Zeit. GamesVZ: Am Besten erzählst Du erst einmal kurz Etwas über Dich, wie Du zu OGame gekommen bist und was Deine Aufgaben bei OGame sind. Menkarlina: Wie ich zu OGame gekommen bin ist sogar relativ gut dokumentiert. Früher war ich nur im Internet um über Lycos zu chatten. Dabei lernte ich eine nette Brandenburgerin kennen, der mein offensichtlicher Hang zu allem, was mit Sternen zu tun hat, nicht verborgen blieb. Und eines Sonntags im Sommer 2002 schickte sie mir den Link zu einem neuen Spiel, dass gut wäre, zwar ein paar Bugs hätte, aber die Community sei nett und das Thema würde eh zu mir passen. GamesVZ: Und seitdem bist Du OGamer mit Herz und Seele? Menkarlina: Das muß man leider so sagen. Ein paar Monate später wurde das Game kräftig umgebaut, ein Reset folgte – und ich war dabei, als 592. User, als OGame seinen offiziellen Gründungstag hatte. Dabei meldete ich mich erst gegen 14.30 an – heute wäre ein Universum da schon überfüllt. GamesVZ: Als ,,Urgestein” hast Du doch sicherlich Einiges erlebt. Schließlich hat sich OGame in den vergangenen fünf Jahren gewaltig verändert. Menkarlina: Der älteste Aktive bin ich nicht, aber ich bin unter den ersten 20 noch Verbliebenen. Ja, ein paar Dinge gab es schon, die für Wirbel gesorgt haben. Der Einbau der Verteidigung (Legor sagte damals: “Testet, aber auf eigene Gefahr”), der Einbau von Trümmerfeldern und der Recycler, das Def-ins-TF abschalten, eine große Abschwächung der Todessterne. Das waren große Veränderungen, die schon sehr lange zurück liegen. Selbstverständlich gehört da auch die Einführung der Lager dazu, weshalb die ersten drei Universen sich ja über das nette +25 bei bei der Planetenfelderberechnung freuen dürfen. Ursprünglich sollte die Lager-Idee noch viel weiter getrieben werden – mit verrottenden Ressourcen, wenn dauerhaft zuviel da liegt. Dann kamen 2004 die Bomber, und Interplanetarraketen, derTerraformer, das intergalaktische Forschungsnetzwerk und die Schlachtkreuzer dürften die meisten Spieler ja selbst miterlebt haben. Ach ja, das Allianzkampfssystem und das jetzige Allianzsystem wollen wir nicht unterschlagen. Wenn man die erste Version nach dem Reset bedenkt, ist schon Einiges getan worden. Die Frage nach der dafür benötigten Zeit ist eine andere. GamesVZ: Wie einigen Spielern sicherlich bekannt sein dürfte, betreust Du seit fast fünf Jahren den Ideenplaneten und warst somit immer mit dem Entwickeln von Neuerungen und Änderungen beschäftigt. Ist es dabei nicht erschütternd zu sehen, dass viele Ideen oftmals Jahre benötigen, um auch umgesetzt zu werden? Menkarlina: Anfangs ist man ja voller Tatendrang und Begeisterung. Da macht man, tut, schafft, und freut sich umso mehr, wenn dann von der Projektleitung sowas wie “Wir arbeiten an einem Allianzkampfsystem.” zurück kommt. Da freut man sich schon drauf. Aber wenn der gesetzte Termin deutlich überschritten wird, wird man schon ‘ungeduldig’. Und die Projektleitung reagierte auf diese negativen Erfahrungen damit, nur noch sehr selten Infos raus zu geben, und sei es dem Ideenplanet gegenüber. Da gab es dann schon eine sehr lange Zeit, in der der Ideenplanet nur ein Schattendasein führte. Wir basteln halt gerne eigene Ideen und auch Ideen der Gameforge aus – aber man sollte uns wenigstens sagen, was man sich vorstellen kann und was nicht. Sonst wird sowas ausgearbeitet, aber mangels Informationen von Anfang an in die falsche Richtung gedacht. GamesVZ: Trotz dieser Rückschläge hast Du Dich und auch viele andere Mitglieder des Ideenplanet nicht unterkriegen lassen. Was spornt Euch denn nach so vielen Jahren noch immer an, Eure Zeit zu investieren, obwohl die Umsetzungsquote mehr als gering ist? Menkarlina: Da kann ich nicht für die anderen sprechen, höchstens vermuten. Da hat halt jeder auch etwas individuelle Gründe. Ich denke aber, dass der Reiz, sein Hobby zu verbessern, neben dem, der Community damit zu helfen, für viele nicht unwesentlich war. Für manchen ist es sicher auch interessant, komplexere Problemstellungen zu lösen. Für meinen Teil muß ich sagen, dass mir das Ausarbeiten von Ideen, das vernünftige Diskutieren über Ideen, ohne Flame etc., immer viel Spass gemacht hat. Zumal man nicht selten auch etwas dazulernen konnte, sei es nun OGame-technisch, die Vorgänge beim Ausarbeiten oder menschlich. GamesVZ: Der Ideenplanet beschränkt sich für Dich also keineswegs nur auf das Spiel selbst, sondern bietet auch Grundlage für alltägliche Dinge? Menkarlina: Das kommt drauf an, was man im Alltag macht. Probleme in einem gegebenen Rahmen zu lösen, hat mir damals zumindest in der Schule nicht geschadet. Aber da muß ich zugeben, war auch meine Schule etwas besonderes. Und ab und an kann auch OGame von meinem Alltag partizipieren… Wenn ich an die Sonnenidee denke. GamesVZ: Du hast in den letzten Jahren also so einiges mitnehmen können. Wie beurteilst Du denn die aktuelle Lage des Spiels und auch des Ideenplaneten? Menkarlina: Das Spiel. Hmm, da gibt es schon Probleme wie Userschwund, Bugs etc. Ist ja allgemein bekannt. An Bugs können wir im Ideenplaneten nicht viel machen, aber selbstverständlich haben wir uns auch schon des Öfteren überlegt, was von unserer Sicht machbar wäre. Zum Thema Langzeitmotivation kann man erste Themen schon 2004 im Ideenplaneten finden. Klar, das simple Punkteanhäufen ist manchmal kaum spaßig. Viele suchen sich halt eine eigene Quelle der Motivation, da ist die Hall of Fame wohl der beste Platz dafür. Hohe Minen oder Techniken – da will man doch auch ein Wörtchen mitreden. Und selbstverständlich sind auch manche Flottenzahlen beeindruckend. Für die breite Masse muß da aber sicher mehr kommen – nicht jeder hat die Ressourcen für eine Metallmine 40 oder höher. Da bietet die Community oft ein gutes Auffangbecken. Aber diese bröckelt leider nach und nach weg. GamesVZ: Sicherlich habt Ihr in den vergangenen Zeit vor allem im Puncto Langzeitmotivation einige Ideen nach Karlsruhe geschickt. Wie spiegelt sich hierbei denn das Feedback der Projektleitung wieder? Menkarlina: Zu dem Thema fällt mir grade kein Feedback der GameForge ein. Unser letzter Vorstoß in der Richtung ist allerdings auch schon wieder ‘etwas’ her, in letzter Zeit war der Ausbau der Connections zur GameForge im Vordergrund, sei es der deutsche oder internationale Ideenplanet. Grade in den Monaten vor der Schliessung des Ideenplaneten gab es einige Anfragen der GameForge, in denen wir Konzepte von ihnen ausarbeiten sollten. GamesVZ: Wo Du gerade von der Schließung sprichst… Mit der Einführung der Offiziere zu Beginn des Jahres zog sich der Ideenplanet zurück. Nun, drei Monate später, wurde dieser wieder geöffnet. Nun stellt sich uns natürlich die Frage, was Euch veranlasst hat, doch wieder Ideen auszuarbeiten? Menkarlina: Auch da hat wieder jeder individuelle Gründe. Und grade da will ich nicht für meine Kollegen sprechen. Eventuell war es Sehnsucht, (Board)-Heimatlosigkeit? Ich denke mir, dass ich wenigstens meine Erfahrungen an eine neue Truppe weitergeben sollte, damit sie auch eine gute Chance haben, die ein oder andere Idee zu verwirklichen. Zumindest ist das mein Beweggrund – Erfahrungen etc. weitergeben, und dann überdenke ich erneut, ob Ideenplanet für mich weiter Sinn macht GamesVZ: Mit der Neueröffnung des Ideenplaneten teilt sich die Community zunehmen. Während Euch die einen als inkonsequent betiteln, sind die anderen froh wieder eine Anlaufstelle für ihre Ideen zu haben. Ist es dabei nicht beschämend als inkonsequenz bezeichnet zu werden, wenn man sich für sein Spiel einsetzt? Menkarlina: Ich hab dazu mir auch so meine Gedanken gemacht. Ich denke, dass kommt auf die Betrachtungsweise an. Wenn man den Rücktritt nur aus ‘Ogame-politischer’ Sicht sieht, ist es in der Tat inkonsequent. Wenn man es aber aus der Sicht des jeweiligen Mitglied des Ideenplaneten sieht, ist das Überdenken der eigenen Sichtweise keinesfalls etwas Negatives. Und an dem Punkt scheiden sich die Geister. Was beim Überdenken bei jedem rauskommt, ist auch etwas Persönliches. Viele denken, der Ideenplanet hätte nur einen Grund gehabt, zu schliessen. Die Offiziere waren schon der Anlass – aber die Gründe waren oft unterschiedlich. Der eine wollte nicht wegen dem Kommerz bleiben, der andere sah den ‘Geist des Spiels’ verletzt, für den nächsten wars der Tropfen, der das Fass nach Jahren der Enttäuschung zum Überlaufen gebracht hat. GamesVZ: Erhofft Ihr Euch mit einer erneuten Eröffnung eine Verbesserung der jetzigen Situation? Vor allem was die Umsetzung der Ideen angeht? Menkarlina: Erstmal kleine Brötchen backen. In den 3 Monaten ohne Ideenplanet ist auch einiges verloren gegangen, dass muß man sich wieder erkämpfen. Aber der internationale Ideenplanet ist für uns zumindest eine Plattform, um mal mehr Feedback zu ‘erzwingen’, weil es nicht nur an den deutschen Ideenplaneten geht, sondern die GameForge da praktisch allen Communities gegenüber steht. Sollte die GameForge da versagen, hat das wesentlich weitreichendere Folgen. Und ich kann nur hoffen, dass sie das auch weiß. Und Feedback ist meiner Meinung nach nicht zuviel. Ein Simples ,,Wir wollen das nicht, weil …” ist kaum Aufwand. GamesVZ: Du erhoffst Dir also eine wesentliche Besserung. Was wäre denn für Dich das Wunschziel, welches Du mit dem Ideenplanet noch erreichen möchtest? Menkarlina: Jepp. Ich erhoffe mir eine Besserung. Man sollte schon Ziele haben, die man verfolgen kann. Sicherlich kann man im Ideenplaneten auch aus Jux und Dollerei arbeiten, aber seien wir ehrlich – wer freut sich nicht, wenn seine Arbeit auch Früchte trägt? Was mir persönlich am Herzen liegt? Uh, da gibt es ein paar Ideen. Da wäre der Ausbau der Beziehungen zur Projektleitung das Wesentlichste. Wie gesagt, öfter mal Feedback, und schon lebt es sich leichter. Im Moment verfolge ich die Idee eines effektiveren Terraformers etwas intensiver als den Rest. GamesVZ: Wir können also auch in Zukunft auf Neuerungen und gute Ideen gespannt sein? Menkarlina: Gute Ideen sicher. Neuerungen liegen leider in letzter Konsequenz nicht in unserer Hand. Wäre dem so, sähe OGame heute anders aus. GamesVZ: Dann danke ich Dir hiermit erst einmal für die investierte Zeit sowie für das Gespräch. Und wünsche Euch – und letztendlich auch uns – weiterhin viel Glück und Erfolg beim Versuch, OGame interessanter zu gestalten. Mit der erneuten Öffnung des Ideenplaneten sowie der Einführung des internationalen Ideenplaneten sind die Weichen für ein besseres und spannerendes OGame zumindest verwaltungstechnisch gestellt. Inwieweit OGame nun überarbeitet wird, hängt nicht zuletzt auch vom Engagement und Einsatz der jeweiligen Communities ab. Wir hoffen jedoch, dass sich auch zukünftig genügend Spieler finden werden, die bereit sind Zeit zu investieren und OGame somit nach ihren und wohl auch den Wünschen aller Spieler zu gestalten sowie auf genügend Resonanz der GameForge AG in Karlsruhe, damit OGame alsbald wieder zu dem Spiel wird, dass täglich mehrere Millionen Spieler begeisterte. Das Interview wurde durch corex geführt. |
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Mai 30th, 2007 at 13:08
Juhuu!
Sehr gut. Freut mich das der Artikel erschienen ist.
MfG Neo…